Spiegellose Systemkameras

Nach Angaben des japanischen Interessenverbands CIPA (Nikon, Canon, Sony, Panasonic oder Olympus u.a.) steigen die Absatzzahlen spiegelloser Systemkameras insbesondere in Japan. Aber auch in Europa und weltweit sind diese Kameras gefragt. Dabei handelt es sich um Geräte mit Wechseloptiken, die auf den in Spiegelreflexkameras verbauten Spiegel verzichten (electronic viewfinder interchangeable lens = Evil).

Den Vorzug kompakter Größe und Gewicht von Body und Systemkamera-Wechselobjektiven gegenüber der traditionellen DSLR honorierten die japanischen Konsumenten mit einem Marktanteil der Spiegellosen Systemkameras von rund 46 Prozent im Jahr 2011. Die Absatztendenz verlief dort zum Jahresende steigend. Das verläuft synchron zur Maßnahme einiger Hersteller, diese Kameragattung mit Sensoren im APS-C-Format (24x 16mm) auszustatten, deren Größe die des anfangs ausschließlich verwendeten Micro- Four- Thirds- Standards (17,3x 13mm) übersteigt. Ob die Kunden die damit verbundene Verbesserung der Qualität insbesondere größerer Abzüge aber bevorzugten, ließe sich nur an einem Vergleich verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Systemen ermitteln.

Weltweit gesehen lieferten die Kameraproduzenten etwa 9 Millionen Geräte aus, von denen es sich bei 2 Millionen um Spiegellose handelte. Die Tendenz für die neue Gattung war zum Jahresende eindeutig steigend. Laut CIPA wurden in Europa 2011 drei Millionen Systemkameras gehandelt und der Anteil der EVILs lag bei 19 Prozent. Deutschland zeigte ebenfalls wie Europa und Japan eine steigende Tendenz, wobei die Zahlen laut Photoindustrie- Verband bei 13 Prozent für das neue System lagen. Gemessen mit den Verkaufszahlen der digitalen Kompaktkameras liegen die Umsätze digitaler Systemkameras immer noch in Größenordnungen, die bescheiden anmuten. Allerdings darf man auch nicht Äpfel mit Birnen verwechseln, denn eine Systemkamera erschließt einen vollkommen anders strukturierten Markt.